Ein super Tag am Falkensteiner Ufer

Am Falkensteiner Ufer in Blankenese und Rissen liegt Hamburgs schönster Sandstrand. Wenn das andere Elbufer und die Elbinseln nicht wären, hätte man den Eindruck, an eine nordfriesische Insel mit breitem Sandstrand gelangt zu sein. Der Strand erstreckt sich vom Leuchtturm Blankenese stadtauswärts über einige hundert Meter bis zum Leuchtturm Wittenbergen. In Blankenese ist der Strand noch schmal. Oberhalb liegt direkt das pittoreske Treppenviertel, dessen Besuch sich ebenfalls sehr lohnt. Entlang des Falkensteiner Ufers passiert der Besucher nach kurzer Zeit die Rückhaltebecken des ehemaligen Wasserwerkes, in denen heute Kröten laichen und seltene Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause finden. Hier beginnt auch der Waldpark Falkenstein, der direkt an das Naturschutzgebiet Wittenbergen anknüpft. Das Falkensteiner Ufer, wo der Strand sehr breit wird, ist also von großen Waldflächen umgeben. Die Wittenbergener Heide westlich des Strandes ist ein wunderschönes, aufgeforstetes Gebiet, in dem man wunderbar spazieren kann. Früher bestand fast das gesamte Gebiet aus Sandflächen, daher der Name Wittenbergen („weiße Berge“).

Blick auf die Elbe / Foto: Viola Bornscheuer

Morgens

Zunächst einmal empfehle ich Euch ein ausgiebiges Frühstück bei uns in den Superbuden, bevor Ihr Euch auf den Weg macht. Von der Innenstadt aus braucht man eine knappe Stunde zum Falkensteiner Ufer – wenn Ihr mit den Öffis fahren wollt, nehmt Ihr die S 1 bis Blankenese und dann den Bus 286, oder Ihr geht von Blankenese zu Fuß bis Falkenstein.

Besonders an Wochenenden und an Feiertagen sollte man das Falkensteiner Ufer und die angrenzenden Straßen nicht mit dem Auto anfahren, denn es gibt erfahrungsgemäß immer zu wenige Parkplätze; außerdem überqueren im Frühjahr mehrere Tausend Erdkröten die Straßen und möchten dies gerne überleben.

Foto: Viola Bornscheuer

Alternativ zur motorisierten Anfahrt empfiehlt sich auch eine Radtour – von Hamburg aus kann man wunderbar über den Elbe-Radwanderweg vom Fischmarkt am Hafen vorbei, entlang der Övelgönne (auf diesem nicht allzu langen Stichweg müssen Räder geschoben werden), dann wieder entlang des Elbufers bis nach Blankenese fahren.

Wenn Ihr nicht die gesamte Strecke (etwa eine Stunde) radeln möchtet, könnt Ihr auch bis Teufelsbrück mit der HVV- Fähre fahren (in Finkenwerder von der Linie 62 in die Linie 64 umsteigen!) und dabei eine kleine Hafenrundfahrt erleben. Noch eine Möglichkeit: es gibt mit der Hanse-Ferry vier mal am Tag auch eine direkte Verbindung von den Landungsbrücken bis nach Blankenese – das kostet für Hin- und Rückfahrt 19 Euro, lohnt sich aber. Räder für Teilstreckenfahrten können auf allen Fähren mitgenommen werden.

Wenn Ihr in Blankenese schon hungrig werdet, könnt Ihr Euch in einem der dortigen Cafes sättigen oder Proviant mitnehmen. Am Falkensteiner Ufer selbst gibt es nur das Cafe Lüküs auf dem Campingplatz, das allerdings an Sommertagen durch seine dortige Monopolstellung überlaufen sein kann.

Foto: Viola Bornscheuer

Mittags

Für den Mittag empfehle ich Euch, mit Badesachen ausgestattet am Falkensteiner Ufer zu chillen, am Strand entlang zu spazieren, den rot-weiß gestreiften Leuchtturm Wittenbergen zu bewundern, die wunderbare Stimmung dort und den Ausblick auf die Elbinsel Neßsand zu genießen. Bitte bedenkt, dass man zwar in der Elbe schwimmen kann, dass man aber vorsichtig sein und so nah am Ufer bleiben sollte, dass man noch stehen kann. Die Elbe ist ein Tidegewässer – wenn die Flut einsetzt, erreicht die Strömung eine Geschwindigkeit von rund 4,5 kmh. Selbst geübte Schwimmer können nur 3 kmh erreichen. Außerdem ist die Elbe vielbefahren; besonders wenn große Containerschiffe vorbeifahren, können Badegegäste durch den Sog der Schiffe in die Elbe gezogen oder durch den Schwell am Ufer von einer Welle überrascht werden. Lasst auf keinen Fall eure Kinder alleine ins Wasser!

Foto: Viola Bornscheuer
Falkensteiner Ufer mit Rissener Leuchtturm und Landungsbrücke Wittenbergen / Foto: Viola Bornscheuer

Wenn Ihr noch Zeit habt, könnt Ihr auch die umliegenden Waldgebiete erkunden. Durch den Waldpark Falkenstein und die Wittenberger Heide führen wunderschöne Wanderwege, die immer wieder einen tollen, neuen Blick auf die Elbe und die vorbeifahrenden Schiffe eröffnen. An jedem Tag außer Montags könnt Ihr außerdem von 11-17 Uhr das Puppenmuseum Falkenstein besuchen, das in Miniaturen die Lebenswelten der letzten beiden Jahrhunderte nachbildet.

Abends

Natürlich kann man ganz wunderbar bis weit in den Abend hinein am Ufer sitzen und auch den Sonnenuntergang dort genießen. Wenn Ihr abends essen gehen möchtet, findet Ihr in der Gegend ein paar tolle Möglichkeiten. Empfehlenswert ist zum Beispiel das Restaurant „Zum Falkenstein“ in der Kösterbergstraße 105; dort gibt’s schon ab 4,70 Euro Hauptgerichte. Ebenfalls empfehlenswert ist „Lühmanns Teestube„. Dort gibt es ab 6,20 Euro Hauptgerichte und vieles wird mit Bio-Zutaten zubereitet. Wenn Ihr mal richtig tief in die Tasche greifen und absolut köstlich essen gehen möchtet, dann auf zum Süllberg in Blankenese! Dort könnt Ihr im Seven Seas mit Blick auf die Elbe hervorragend schlemmen!

0 Kommentare zu “Ein super Tag am Falkensteiner Ufer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.