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Den Hamburger Musikclub Molotow gibt es seit mehr als 30 Jahren. Trotz Corona wird gerade die Zukunft geplant.

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Drei Jahrzehnte quer durch alle Genres. Das Molotow gilt als einer der wichtigsten Musikclubs in Deutschland. 2020 hätte es sein 30-jähriges Bestehen gefeiert – Corona machte einer großen Sause jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Bekannt ist das Molotow vor allem für seine Indie- Rockshows, allerdings geht da noch mehr. Dank eines bunten und vielfältigen Teams im Hintergrund arbeitet sich das Molotow regelmäßig quer durch alle Genres und deren Subkategorien. Größen wie Billy Talent, LCD-Soundsystem, The Hives, The White Stripes, Die Toten Hosen oder Gossip, um nur einige zu nennen, standen hier schon auf der Bühne und prägen die Geschichte des Clubs.

An richtig vollen Tagen stehen sechs bis sieben Acts auf vier verschiedenen Areas auf dem Spielplan. Vor allem an den Wochenenden geben sich DJs und Bands die Hand und wechseln sich in den Areas ab. Auf Konzerte folgt meist ausgelassenes Feiern.

„Ich stelle mal die Behauptung auf, dass jede krasse bekannte Indie-Band oder Indie-Rockband bei uns auf der Bühne stand. Früher oder später“, sagt Fenja Möller, die sich im Molotow um Booking und PR kümmert. Darüber hinaus setzt sich das Molotow für eine vielfältige und diverse Musikszene ein. Denn abgesehen von großen Acts werden regelmäßig kleinere Bands eingeladen, um an einem größeren Clubabend zu spielen. Dadurch können diese, oft auch zum ersten Mal, ihre Songs einem größeren Publikum vorspielen.

Hin und wieder ergeben sich daraus kleine Kooperationen, meist bestehend aus Interviews und einem kleinen Showcase. Publiziert werden diese über die Social-Media-Kanäle des Molotow. Das Molotow will also viel mehr sein als nur ein Musikschuppen unter vielen. Für Fenja, seit 2013 fester Bestandteil des Molotow, ist der Laden längst ihr zweites Zuhause und die Crew so was wie Familie.

Alle Bands, egal ob groß oder klein, kommen dabei auf ihre Kosten – alle bekommen eine faire Gage, werden mit Essen und Trinken versorgt und bekom- men auch das Hotel bezahlt. Letzteres ist übrigens in 99 Prozent der Fälle die Superbude. Als Gegenzug wird die Superbude regelmäßig mit Bandmerchandise und Freikarten für der Clubnacht am Samstag ausgestattet. Ein Blick an die Rezeption lohnt sich.

Derzeit ist der Club am Nobistor beheimatet, jedoch steht ein Umzug an die alte Location am Spiel- budenplatz bevor. Dort soll es neben Konzerten auch wieder einen regulären Barbetrieb geben, worauf sich die Crew besonders freut. 2025 soll es so weit sein.

Spannend ist dabei, dass die Räumlichkeiten dabei fast vollständig neu gestaltet werden können. Neue Konzepte sollen umgesetzt und ausprobiert werden. Barrierefreiheit, inklusiver Zugang und geschlechtsneutrale Toiletten sind dabei nur einige Features, die im neuen Molotow verwirklicht werden sollen. Möglich macht das unter anderem auch eine Förderung über 1,9 Millionen Euro der Stadt Hamburg. Man darf also gespannt sein, was in Zukunft noch alles aus dem Molotow wird. Eine neue Phase in der Geschichte des Clubs, welcher hoffentlich noch lange bestehen wird, steht in jedem Fall bevor.

MOLOTOW MUSIKCLUB

Nobistor 14.

Superbude St. Pauli: 14 Minuten zu Fuß.

Superbude St Georg: 30 Minuten mit dem öffentlichen Nahverkehr.

molotowclub.com

Über den Autor …

Barnabas findet Wörter toll. Manchmal reiht er sie zu sinnhaften Sätzen oder sogar Texten. Heraus kommen dann so Artikel wie der über das Molotow oder über das Supersense.

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