en
Du möchtest ohne Kreditkarte buchen? Dann logge Dich einfach ein.
Anmeldung via
Social Media
Anmelden und den
Superkosmos erleben.
Passwort vergessen Noch kein Mitglied?
Jetzt registrieren!
Culture Zone Zeitung Wien

Artist in Residence "Imaginary Patterns" - Elena Rabkina

Gemeinsam mit der Initative Question Me & Answer schrieb die Superbude 2022 einen gemeinsamen Open Call aus. Hintergründe und das realisierte Projekt sind in diesem Artikel beschrieben.

Superbude Artist In Residence Elena Rabkina
Projekt "Confessions to the City"

Die Initiative Question Me & Answer setzt sich für Diversität und Inklusion in der Wiener Kunstlandschaft ein. Gemeinsam haben die Initiative und die Superbude einen Open Call ausgeschrieben, dessen Wahl auf die Künstlerin Elena Rabkina fiel, welche ihren Fokus in der dokumentarischen Fotografie setzt. Des Weiteren schafft sie Arbeiten, die einen immersiven Charakter tragen, sich im öffentlichen Raum abspielen und entwickelt Gesellschaftsspiele, die sich mit gesellschaftlichen Herausforderungen, wie zum Beispiel der eigenen Identität oder Burn-Out, auseinandersetzen.

Elena Rabkina ist in Belarus geboren und aufgewachsen. Während der Proteste 2020 musste sie aufgrund ihres aktivistischen Einsatzes das Land verlassen und fand in Odessa, Ukraine ihr neues Zuhause. Im März 2022 verlor sie dieses erneut und flüchtete nach Krakau.

Die Suche nach einem neuen Wohnort und um den Krieg in der Ukraine zu verarbeiten, brachte die Künstlerin dazu, sich für die ausgeschriebene Residency zu bewerben. Das Atelier wurde zu ihrem temporären Zuhause, wo sie die Hälfte der Zeit verbrachte, trauerte und das erste Mal seit dem Ausbruch des Kriegs allein war. Die Superbude schaffte einen Safe Space, Elena wurde Teil des Teams, fand Unterstützung, Geborgenheit und sich selbst seit langer Zeit wieder in einer kontrollierten Umgebung.

Während des Aufenthalts arbeitete die Künstlerin an zwei Projekten. Das erste Projekt „14 Confessions to the City“ nutze sie, um das Erlebte in Odessa zu verarbeiten. In dem Projekt dokumentierte sie in Form eines offenen Tagebuchs ihre Gedanken zum Krieg in der Ukraine auf Tafeln, die dann im 2. Gemeindebezirk an öffentlichen Orten ausgestellt wurden. Denn die Stadt Wien ist ein Fremder für Elena und zu niemandem kann man so ehrlich sein, wie zu jemand, den man gar nicht kennt. Dann wurden leere Tafeln ausgehängt, auf denen Passant:innen ihre eigenen Beichten und Gedanken notieren konnten. Die Sammlung ist in der Superbude zu sehen, wo immer noch eigene Confessions eingeworfen werden können. Weitere Informationen zu dem Kunstprojekt unter https://www.rabkina.net/confess

Web Superbude Hotel Hostel Home Artist In Residence Elena Rabkina 11
Web Superbude Hotel Hostel Home Artist In Residence Elena Rabkina 2

Das zweite Projekt „Invisible People“ widmet sich der Diversität innerhalb der österreichischen Hotellerie. Elena verbrachte viel Zeit in der Kantine der Superbude, traf dort die Angestellten und faszinierte sich für die Vielfalt an Kulturen und Ethnien, die in den verschiedensten Bereichen vertreten sind. Vor allem die Beschäftigten, die in einem Hotel hinter den Kulissen arbeiten und den laufenden Betrieb in den Bereichen Küche, Technik und Housekeeping ausschlaggebend gewährleisten, will sie mit ihrem Projekt sichtbar machen. So begleitete sie die Menschen bei ihren Tätigkeiten, unterhielt sich mit ihnen und hielt die Gespräche fotografisch fest. Die dokumentarischen Fotografien werden in einer spielerischen Weise ausgestellt, sodass die Besucher:innen der Ausstellung die Angestellten interaktiv erkunden und besser kennenlernen können. Durch diese bewusste Auseinandersetzung möchte die Künstlerin die Sichtbarkeit und das Bewusstsein von sogenannten „Invisible People“ stärken.

Ein Portrait eines Mitarbeiters des Housekeepings der Superbude Wien Prater, der in dem Flur des Hotels steht.
Superbude Hotel Wien Prater Artist In Residence Elena Rabkina 12

Was suchst du?

... Ende Gelände.
Mehr konnten wir leider nicht finden.